Was ist Beckenboden-Physiotherapie –und wie hilft sie Frauen?
- femphysio - Lisa Braun

- 28. Mai
- 2 Min. Lesezeit
GESUNDHEIT & WISSEN
Viele Frauen erleben irgendwann in ihrem Leben Beschwerden, die mit dem Beckenboden zusammenhängen – und wissen nicht, dass es gezielte Hilfe gibt. Beckenbodenphysiotherapie ist eine spezialisierte Behandlungsform, die häufig Erstaunliches bewirken kann.
5 Min. Lesezeit femphysio Heidelberg
Was ist der Beckenboden überhaupt?
Der Beckenboden ist eine Muskelgruppe, die wie eine Hängematte am unteren Ende des Beckens sitzt. Er stützt Blase, Darm und Gebärmutter, ist an der Kontrolle von Blase und Darm beteiligt und spielt auch bei der Sexualfunktion eine wichtige Rolle. Obwohl er so viel leistet, wird er im Alltag kaum wahrgenommen – bis er Beschwerden bereitet.

Wann kann Beckenboden-Physiotherapie helfen?
Die Einsatzbereiche sind breiter, als die meisten Frauen vermuten.
Typische Anlässe für eine Behandlung sind:
Blasenschwäche (beim Lachen, Springen, Niesen oder Joggen)
Dranginkontinenz
Rückbildung nach Schwangerschaft & Geburt
Schmerzen beim Sex (Dyspareunie)
Beckenschmerzen & Endometriose
Beckenbodensenkung
Beschwerden in den Wechseljahren
Auch Frauen ohne akute Beschwerden profitieren: Präventiv eingesetzt kann Beckenboden-Physiotherapie spätere Probleme verhindern – zum Beispiel vor oder nach einer Geburt, vor gynäkologischen Operationen oder im Vorfeld der Wechseljahre.
Was passiert bei einer Behandlung?
Jede Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Denn Beschwerden im Beckenboden sind oft mit der persönlichen Geschichte, dem Körpergefühl und dem Alltag verknüpft – das gehört dazu. Typische Elemente einer Beckenbodentherapie sind:
1 - Befunderhebung: Analyse von Haltung, Atmung, Bauch- und Beckenmuskulatur – oft auch eine interne Untersuchung, die selbstverständlich nur mit Einverständnis erfolgt.
2 - Wahrnehmungsschulung: Viele Frauen spüren ihren Beckenboden kaum. Das gezielte Bewusstmachen in Verbindung mit der Atmung ist der erste Schritt zur Verbesserung.
3 - Übungsprogramm: Aufbau von Kraft, Ausdauer und Entspannungsfähigkeit – individuell angepasst, nicht nach Schema F.
4 - Manuelle Therapie: Lösen von Verspannungen und Verklebungen im Becken- und Hüftbereich, die Beschwerden mitverursachen können.
5 - Alltagsintegration: Tipps für Haltung, Bewegung und Verhalten im Alltag, die langfristig wirken.
Ein häufiges Missverständnis: Zu viel Anspannung ist genauso ein Problem wie zu wenig
Viele denken, Beckenbodentraining bedeute: so viel anspannen wie möglich. Dabei ist ein überspannter Beckenboden genauso behandlungsbedürftig wie ein schwacher – und deutlich häufiger als oft angenommen. Schmerzen, Trockenheit oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen können Zeichen eines zu angespannten Beckenbodens sein. Deshalb ist eine professionelle Befunderhebung so wichtig.
Brauche ich eine Verordnung?
Für femphysio brauchst du keine Verordnung von ärztlicher Seite. Du kannst als Selbstzahlerin zu mir in die Praxis kommen.
Privat versicherte Patientinnen benötigen für die Abrechnung mit ihrer privaten Versicherung eine Verordnung von einem Arzt oder einer Ärztin. Viele private Zusatzversicherungen übernehmen auch Leistungen auch ohne Verordnung.
Buche dir einfach einen Termin zum Beckenboden Check-Up, um deinen Beckenboden und deine Beschwerden zu verstehen und zu wissen, wie du es richtig angehst.
Ich heiße Lisa Braun und bin spezialisiert auf Beckenbodenphysiotherapie, arbeite als Heilpraktikerin für Physiotherapie, unterrichte Yoga und bin Mutter. Meine Leidenschaft gilt dem Beckenboden, und es ist mein Wunsch, dass jede Frau umfassend über ihren Beckenboden informiert ist und sich mit diesem Thema nicht allein gelassen fühlt. Ein starker Beckenboden ist von grundlegender Bedeutung für Körper und Geist.




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